Willkommen

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Schön, dass Sie sich für unseren Onlineauftritt interessieren. Als Pfarrer der Pfarrgemeinde Roding und der Expositurgemeinde Trasching heiße ich Sie herzlich willkommen.


Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben …? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“.
Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:
Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da.
Das versuchen wir in vielfältiger Weise.
Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Holger Kruschina, Pfarrer

Mein Wort an Sie

Ich habe zwei Ordner aus den 90er Jahren und früher, in denen sich persönliche Briefe befinden. Seitdem hat es keine weiteren mehr gebraucht. Ich erinnere mich noch an die ersten zwangsweisen Geh-Versuche an der mechanischen Schreibmaschine meiner Schwester, die das Maschinenschreiben auf der Realschule gelernt hatte. Statt einer Ausfrage in Reli war ab der Oberstufe jeder einmal mit einem Stundenprotokoll dran. Auf Schreibmaschine in dreifacher Ausfertigung. Was habe ich meinen guten alten Msgr. Schäffler beim Tippen verflucht – und wie weise und vorausschauend war das doch von ihm. Respekt!

In den ersten drei Studienjahren schrieb ich voller Stolz alle meine Seminararbeiten auf meiner eigenen, elektrischen Schreibmaschine mit Korrekturband – welch ein Luxus. Doch dann konnte auch ich mich dem Computerzeitalter nicht mehr entziehen.

Schon damals war meine Handschrift zunehmend unleserlich geworden – und es kamen ohnehin die Emails auf. Es gibt daher kaum mehr Briefe im klassischen Sinn– weder von mir noch an mich. Mit einer regelmäßigen Ausnahme:

Seit ich hier Pfarrer und verantwortlich für den Pfarrbrief bin, schreibe ich fast 50mal im Jahr einen Brief. An Sie alle.

Ich habe neulich zu hören bekommen, dass ich mich zu viel „selbstdarstelle“. Zum einen mit der Musik – das bin ich schon länger gewohnt. Ich bin es leid, mich für meine Freizeitbeschäftigung zu rechtfertigen. Ich sehe keinen Tatort und keinen Fußball, ich höre auch nicht nur Musik. Ich sammle keine Briefmarken, verreise nicht viel. Ich hab keine Modelleisenbahn und geh ungern spazieren. Ich mache Musik. Das ist zu einem guten Teil mit Öffentlichkeit verbunden, darum fällt es auf. Selbst dass ich sie für Gottes Lohn oder zu Benefizzwecken mache, ändert nichts daran, dass das vielen nicht passt. Muss ich leben mit.

Aber dass „mein Wort an Sie“ als Selbstdarstellung gesehen wird, war mir ehrlich neu. Bislang habe ich für die Form viel Lob und positive Rückmeldung bekommen – nicht immer für den Inhalt, aber das ist gut und richtig. Vielleicht sollte man die Möglichkeit des Leserbriefes für unseren Pfarrbrief einführen, damit das hier nicht zu einseitig wird?

Um was geht es mir? NICHT um Selbstdarstellung. Ich leite diese Gemeinde für eine bestimmte Zeit und Sie alle haben ein Recht darauf zu wissen, mit wem sie es zu tun haben, nicht nur in der Liturgie. Die Predigt dient der Auslegung der Schrift, Ausnahmen bestätigen die Regel! Hier aber schreibe ich einen Brief. Ich habe mich gefragt, wie ich in dieser großen Gemeinde die Kommunikation zu den Mitgliedern aufrecht erhalten soll und bin auf diese Möglichkeit gekommen. Nicht jeder Brief ist vielleicht gleich wichtig oder gleich interessant, aber ich mache mir jede Woche Gedanken. Nicht wegen mir – sondern wegen uns. Ich hoffe, dass viele von Ihnen das so sehen – wenn dem nicht so ist, sagen Sie es mir bitte gern. Das sollten wir uns wert sein.

 Herzlich,

 Ihr Pfarrer Holger Kruschina